Radreise entlang der Dolomitenbahn. Von Toblach bis Treviso.

August 2020

Vom schönen Südtirol bis nach Venetien

Ein kleiner Fotobericht von Harald Stocker

34 Räder waren verladen (harte Arbeit) und Stefan brachte uns über den Brenner ins Pustertal nach Toblach. Von hier ging es mit den Rädern über die ehemalige Dolomiten-Bahnstrecke hinein in die großartige Bergwelt. In Cortina d' Ampezzo kam dann der große Regensturm, aber das hielt die Radler nicht davon ab, die 4 km Bergstrecke hinauf zum Hotel auch noch zu bewältigen. Chapeau! Die Dusche konnten sie sich dann ja sparen :-).

Welch ein Morgen! Hammerwetter! Großartige Ausblicke vom Hotel auf die Berge und dann im Schuss 4 km runter nach Cortina und weiter "nur abwärts" (was nicht so ganz stimmte) ins bezaubernde Städtchen Belluno. Auf dem Weg dorthin stoppten wir in Langarone. Mit dem Bus machten wir einen Abstecher zur Staumauer, wo sich 1963 die Tragödie von Langarone (Flutwelle von Vajont) ereignete. Unfassbar und unvorstellbar was sich dort am späten Abend abgespielt hat und zu 2000 Toten führte. Ein bedrückender Abstecher für den aber alle sehr dankbar waren. Wir radelten dem Piave entlang weiter und erreichten Belluno. Köstliches typisch italienisches Abendessen in einer urigen Taverne.

Nach einer etwas verwirrenden Rundfahrt durch Belluno (mit tollen Panoramaausblicken) setzten wir unsere Radtour fort. Durch abgelegen Dörfer über einen Pass und steil hinunter an den Lago di Santa Croce und weiter bis Vittorio Veneto (Einkehrschwung). Warum Reinhard den See umrundet hat, konnte ich nicht ergründen... Am Lago di Santo Maria und dem Lago di Lago vorbei fahrend (leider ohne Halt dort) erreichten wir den vereinbarten Treffpunkt mit Stefan und dem NKG Bus. Ziel ist ein Weingut (Agriturismo) in Valdobbiàdene, im herrlichen Prosecco Weingut. Zur Begrüßung gab's Prosecco (eh klar) und zum köstlichen Essen wurden noch weitere Prosecco Sorten kredenzt. Der Bus brachte uns gut gelaunt nach Treviso, dem letzten Nächtigungsort. So richtig Hunger hatten wir an dem Abend nicht mehr, zu gut und zu reichlich war das Mittagessen.

Schon bald zu Ende? Der letzte Tag. Schade! Michela holte uns ab und wir unternahmen eine interessante City Tour durch die schöne Stadt Treviso. Herrlich! So wenige Touristen unterwegs. Jetzt ist sicher die beste Zeit, die Städte Italiens zu erkunden. Kurz nach Mittag fuhren wir dann über den Reschenpass (prachtvolles Wetter) und Einkehrstopp in Nauders ins Ländle zurück.

Zusammenfassend: Eine tolle Radreise mit sehr netten Gästen, wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaften, (zu) viel Wein, Prosecco, Grappa und Bier und viel zu gutem Essen. Nun wäre dringend Diät angesagt, das funktioniert aber nicht, da es gleich weiter mit der nächsten Gruppe an den Weißensee nach Kärnten geht...

Grazie mille!
Harald Stocker / August 2020